Kulturanleitung für holzbewohnende Pilze

Holzbewohnende Pilze werden meist so vermehrt, dass man Pilzbrut auf sogenannten Impfdübeln kauft. Diese werden dann in einem Holzstamm eingeführt und dann schön feucht gehalten. So kann man über einen längeren Zeitraum gute Ernten erziehlen.

Einfache Pilzzucht mit Holzdübeln:
Fertig mit Mycel verschiedener Pilzarten durchwachsene Dübel bekommt man mittlerweile im Internet zu kaufen, oft nicht einmal teuer. (z.B. www.gamu.de) Diese Brut wird nach mitgelieferter Anleitung in das frisch geschlagene Holz bestimmter Baumarten eingebracht. (jeder Pilz bevorzugt bestimmte Holzarten, Nadelhölzer werden fast gar nicht besiedelt) Das ist eine wirklich einfache Sache, denn es werden nur Löcher in die Holzstämme gebohrt, die dann mit einem Dübel versehen werden. Kurz ganz einschlagen, fertig! Solche beimpfte Stämme werden dann nur noch feucht und warm gelagert, ehe meist erst nach 8-18 Monaten die ersten Fruchtkörper, je nach Jahreszeit erscheinen. Das ist natürlich nichts für sehr ungeduldige Menschen, da wirklich lange nichts passiert und überdies trotzdem ein wenig Mühe für die Pflege der Stammbrut aufgewendet werden muss.
Solche Dübel können auch selber gezüchtet werden, dazu werden Holzdübel aus dem Baumarkt eine Stunde gekocht und in einem Glas mit etwas Roggen von einer Petrischalen- Kultur beimpft. Die Dübel sind dann nach ca. 3-4 Wochen wirklich gut durchwachsen und können ins Holz eingebracht werden. Mehr zu den sterilen Zuchtverfahren weiter unten.
Wie auch immer die Stämme beimpft werden, es ist in jedem Fall die Mühe wert, denn solche Stämme fruchten oft bis zu 6 Jahre immer wieder jeden Herbst. Die Faszination der Pilzzucht wird hautnah miterlebt und trotz mangelnder Laborkenntnis ist das Erlebnis Pilzzucht greifbar. Und wirklich kinderleicht! Und außerdem auch erschwinglich, da schon ein kleines Paket Dübel für einen Großen oder zwei kleine Stämme ausreicht. Das Holz bekommt man übrigens kostenlos bei der Stadt. Dort werden oft Bäume gefällt und beschnitten, die dem Gemeingut zufallen, d.h. also dem Bürger gehören.