Hyssopus officinalis - Ysop

Ysop findet man heute vor allem als Gewürz oder als Tee wieder. Dabei hat es auch eine Bedeutung als Heilpflanze, die jedoch fast in Vergessenheit geraten ist.

botan. Name
Hyssopus officinalis

dt. Name
Ysopkraut

weitere Namen
Bienenkraut, Chilchsuppe, Duftisoppe, Gewürzysop, Hisopo, Ispen, Söpli

Familie
Lippenblütergewächse, Lamiaceae (Labiatae)

Vorkommen
Ürsprünglich beheimatet ist Ysop wahrscheinlich in Südosteuropa. Bei uns ist er durch Kultivierung in Gärten und daraus resultierende Wildsaat auch heimisch geworden.

Anbau
Aussaat im April - Mai, liebt humusreichen, kalkhaltigen Boden. Für ausreichende Sonneneinstrahlung sorgen. Nach 3-4 Jahren können die Wurzelstöcke geteilt werden und an einer neuen Stelle ausgepflanzt werden.
Bei der Ernte sollte man beachten, daß man am blühenden Kraut nur die oberen Triebspitzen erntet.
Teebereitung 2 Teelöffel zerschnittene Droge wird mit 0,25 l kaltem Wasser übergossen. Dies dann erhitzen und weitere 5 Minuten weiterköcheln lassen. 2 Tassen Tee sind eine gute Tagesdosis.

Jahreszeit
Blütezeit ist von Juli bis August.

Beschreibung
Der Ysop ist ein Halbstrauch mit kurzen Trieben, welche verholzen und dadurch überwintern. Die Stengel können bis zu 1 m hoch werden. Die gegenständig angeordneten Blätter sind oft sitzend, gelegentlich auch gestielt, eiförmig bis oval und zugespitzt. Die Blüten werden bis 3 cm lang, sind in der Blüteregion aber meistens viel kürzer. Der Rand ist glatt. Die Blüten, in der Regen violettblau, seltener rosa oder weiß gefärbt, sind typische Lippenblüten.

chemische Zusammensetzung/
Wirkung
Ätherische Öle, Gerbstoffe, bittere Flavonoidglykoside, Sitosterin, Urolsäure und der Farbstoff Hyssopin.
Die Wirkung:
Als Hausmittel benutzt man Ysop als Futterpflanze für Bienen, oder als Tee gegen Husten, Durchfall und Blähungen.
Ysop eignet sich aber auch hervorragend als Gewürz, weil er aromatisch riecht und schmeckt und darüber hinaus auch die Verdauung günstig beeinflußt.
Als Gewürz findet er Gebrauch in Bohnengerichten, Eintöpfen, Suppen oder als Salatgewürz.