Mandragora officinarum - Alraune


Die Alraune ist die bekannteste Zauberpflanze die bei uns heimisch ist. Im Fachhandel bekommt man jedoch vor allem die Herbstblühende Alraune angeboten, da diese sehr viel einfacher zu vermehren und zu halten ist. (var. autumnalis)

botan. Name

Mandragora officinarum


dt. Name

Alraune

weitere Namen

Doowurz, Drachensuppe, Hoden des Dämon, Menschkraut, Halbmenschenpflanze, Meister des Lebensatems



Familie

Solanaceae (Nachtschattengewächse)



Formen und Unterarten

Wahrscheinlich gibt es mehrere Varietäten, die ursprünglich als eigene Arten beschrieben worden sind.
Mandragora officinarum L. var. officinarum
Mandragora officinarum L. var. haussknechtii
Mandragora officinarum L. var. hybrida
Mandragora officinarum L. var.vernalis
Mandragora officinarum L. var. autumnalis



Vorkommen

Die Alraune gedeiht im Mittelmeerraum, vor allem in den östlichen Regionen, und auf Kreta, Sizilien und Zypern. Aber auch in Nordafrika, Kleinasien und im Vorderen Orient bis hin zum Himalaya ist sie zu finden.
Bevorzugt wächst sie an sonnigen, felsigen und trockenen Stellen.



Anbau

Die Vermehrung der Alraune geschieht durch Samen, wobei die Samen vorgekeimt werden sollten. (Kältebehandlung ist sehr wichtig!) Wenn sich die Pflanze dann zeigt, sollte man sie in große Töpfe umpflanzen, da die Wurzel bis zu 1 Meter lang werden kann.
Die Erde sollte aus Muttererde und einem Sandanteil bestehen.
Die Überwinterung in Mitteleuropa ist auch nicht sonderlich schwierig. Im Herbst wird die Pflanze mit Laub bedeckt, und sollte so den Winter überdauern. Wenn sich dann im Frühjahr nicht gleich Blätter bilden, liegt das daran, daß erst im Frühsommer die Vegetationsphase einsetzt.
Mit den var. autumnalis werden i.d.R. bessere Keimergebnisse erzielt als bei var. officinarum.


Jahreszeit

Blattaustrieb im Frühsommer, Blüte im Mai. Bei var. autumnalis liegt die Blütezeit im September bis November.



Beschreibung

Alraune ist eine mehrjährige, stengellsoe Pflanze . Die Wurzel wird bis 1 Meter lang und nimmt dabei bizarre Formen an. Einmal im Jahr kommt es zum Blattaustrieb. Dabei kommen aus dem Wurzelkopf dunkelgrüne Blätter.
Die Blüte ist bläulich bis violett und hat glockenförmige, fünflappige Blüten.
Die Beeren sind gelblich.



chemische Zusammensetzung/Wirkung

In der ganzen Pflanze und speziell in der Wurzel findet man Tropanalkaloide wie Scopolamin, Atropin, Hyoscyamin, Solandrin und Mandragorin sowei viele andere.
Es muß jedoch dringend vor der Einnahme jeglicher Pflanzenteile gewarnt werden, da Alraune giftig ist. Bei unbeabsichtiger Einnahme müssen sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen getroffen werden und sofort ein Arzt aufgesucht werden.



Historische Zubereitungs- und Einnahmeformen

Historische Rezepte um Thema Alraune gibt es viele. Oftmals wird Alraune im Liebeszauber eingesetzt. Sie findet aber auchVerwendung als aphrodisisches Getränk, Als Mittel bei Beklemmungen, Depressionen, Ängsten und Schlafstörungen.



Geschichtliches

Alraune kann man als das Hexenkraut überhaupt bezeichnen. Um keine Pflanze ranken sich so viele Legenden. Gefördert wurde diese Legendenbildung vor allem durch die Form der Wurzel, die stark an die Menschengestalt errinnert.