Paullinia cupana - Guarana

Guarana ist eine der populärsten Pflanzendrogen in der westlichen Welt. Oftmals als Ersatz für Kaffee genommen, da der Pflanze nachgesagt wird, daß man das Koffeein besser verträgt als bei Kaffee.

botan. Name

Paullinia cupana

dt. Name

Guarana
Guaranafrüchte

weitere Namen

Brasilianischer Kakaobaum, Guaranastrauch, Cupana, Guaranazeiro, Uabano, Brazilian cocoa

Familie

Sapindaceae (Seifenbaumgewächse); Sapindoideae, Tribus Paullinieae

Formen und Unterarten

Die Wildform heißt: Paullinia cupana var. typica
Die daraus abgeleitete Kulturform heißt: Paullinia cupana var. sorbilis

Vorkommen

Guarana kommt ursprünglich aus dem mittleren Amazonasgebiet vom Rio Madeira bis zum Rio Tapajos und am Rio Negro und Orinoko. Kulturen gibt es außerdem noch in Sri Lanka, Uruguay und Mittelamerika.

Anbau

Guarana wird aus Samen oder Stecklingen vermehrt. Leider bekommt man bei uns fast nie keimfähige Samen. Botanische Gärten verfügen meistens über einige Pflanzen. Die Bestäubung im Amazonasgebiet erfolgt mit Hilfe von Hunderten von Insekten.
Die Erntemenge pro Pflanze liegt ca. bei 1 kg.

Schädlinge

Leider ist uns hierüber nichts bekannt.

Jahreszeit

Die Blüte der Guaranapflanze beginnt gegen Ende der Regenzeit. Bis#ur Ernte reifen die Früchte dann ca. 3 Monate.

Beschreibung

Ein bis zu 12 m langer Schlingstrauch mit langgestielten, unpaarig gefiederten Blättern und rispigen Blütenständen.

chemische Zusammensetzung/
Wirkung

Guarana ist die stärkste Koffeeindroge. Vom Wirkstoffgehalt ca. 3 mal so stark wie Kaffee. Die Samen enthalten ca. 5 % Koffeein, 3 % fettes Öl, 50 % Faserstoffe, 10 % Stärke, 8 % Harze und 9 % Gerbsäuren.
Das stark wachhaltende Pulver wirkt milder als Kaffee. Es wird langsamer und über einen längeren Zeitraum aufgenommen. Auch eine dämpfende Wirkung auf Hunger- und Durstgefühl wird beschrieben.

Zubereitungs- und
Einnahmeformen

Guarana kann man pur einnehmen, oder mit einer Flüssigkeit vermischt. Wir empfehlen ca. 1 Tl. auf 1 Glas Saft. Gut durchrühren.

Geschichtliches

Als Entdecker dieser heiligen Pflanze gelten die Ureinwohner des Amazonasgebietes. Besonders geschätzt wurde Guarana in der Jagdzeit, da es die Sinne schärfte, das Reaktionsvermögen steigerte und die Belastbarkeit des Körpers und Geistes erhöhte. Die Legende berichtet, daß es sich bei Guarana um ein Geschenk der Götter handelte, das der Stamm als Ausgleich für das verübte Unrecht erhalten habe.